Auf die Zugspitze

Es gibt mehrere Möglichkeiten, zu Fuß auf die Zugspitze zu kommen. Mit Hunden ist die Beste von Südosten durch das Reintal.

Leider blieb mir nur die Möglichkeit, in einer bestimmten Woche, die Route zu gehen. Deshalb musste ich einfach auf passendes Wetter hoffen. Am 21. August entschied ich mich morgens spontan. Es war zwar etwas zu warm, doch die nächsten Tage sollte es noch wärmer werden. Da ich eh hoch und auch wieder runter zu Fuß gehen wollte (man kann auch die Zahnradbahn nehmen), dachte ich mir, dass ich einfach losgehe und zur Not halt irgendwann früher wieder umdrehe.

So kam es auch… Aber von vorne:

Wir starteten in Garmisch am Skisprung Olympiastadion. Nach einem kurzen Fußweg ging es durch die Partnachklamm. Es war einfach nur nass, laut und dunkel und schon ziemlich imposant. Die Hunde gaben ein gutes Tempo vor, sie wollten  zügig durchmarschieren…

Nach dem letzten Tunnel öffnete sich plötzlich sonnig das weite Tal mit Blick auf die Berge. Nach der »blöden« Klamm war auch die kleine Brücke mit Lochgitter kein Thema für Milo und Luke. Diese wurde einfach zügig passiert.

Nach einer guten Stunde erreichten wir die Bockhütte auf 1.052hm. Wir frühstückten und die Jungs erfrischten sich noch ein bisschen im klaren Wasser der Partnach.

              

Weiter ging`s: Der breite Wanderweg wurde immer schmaler und ich genoss die Landschaft. Die Sonne schien, aber der Wind war noch sehr kalt. Vorbei am Wasserfall der Partnach, erreichten wir die Reintalangerhütte auf 1.370hm.

Kurze Zeit später änderte sich das Gelände vollkommen. Es wurde steinig, geröllig und steil. Keine Bäume mehr. Nur noch ein paar Büsche und später nur noch Flechten. Keine Möglichkeit auf Schatten. Zum Glück zogen Wolken auf, doch die Temperaturen stiegen. Glücklicherweise fanden wir mitten im Geröllfeld eine kleine eiskalte Wasserstelle und ich konnte die Hunde nochmal komplett nass machen. Der Anstieg schien kein Ende zu nehmen und obwohl ich irgendwann oben die nächste Hütte sehen konnte, hatte ich das Gefühl, wir kamen ihr nicht wirklich näher. Irgendwann war es doch geschafft. Wir waren auf der Knorrhütte.

Erstmal ein (alkfreies) Weizen und eine riesige Portion Nudeln, auch für die Jungs… Danach schnarchten sie laut unterm Tisch und die Sonne kam wieder raus. Bis hoch wären es noch 1,5 – 2 Stunden gewesen. Eigentlich nicht lang, doch mit der Sonne und der Mondlandschaft, die uns ab da erwarten würden, war ich mir unsicher und entschied, einfach noch länger sitzen zu bleiben und mich dann gemütlich an den Abstieg zu machen.

Wir können es ja auch nochmal ein anderes Mal probieren 🙂

Den gleichen Weg zurückzugehen war auch schön (normalerweise gehe ich lieber Runden), denn der Ausblick war einfach gigantisch.

Nach insgesamt 9 Stunden, 38 km und 2700 hm legten wir uns direkt ins Zelt und ratzten… Ich bin stolz auf Milo und Luke, sie sind echt so super fit. Am nächsten Tag waren sie direkt wieder am Start 🙂

 

 

 

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