Kraxln

Touren mit technisch anspruchsvollen Trails und kleinen Kraxeleien können gerade für immer schnelle Hunde (die die erst handeln und dann denken) einen langfristig positiven Effekt auf den Alltag haben. Die Hunde müssen hier sehr bewusst laufen und etwas vorausschauender sein, als sie es gewohnt sind. Sie werden durch den Untergrund langsamer gemacht. Das tut ihnen gut. An einigen Stellen sind sie auf Hilfe angewiesen. Das heißt, der Hund bezieht seinen Menschen automatisch mehr mit ein. Als Team muss man gegenseitig sehr aufeinander achten und sich anpassen. Nach dem gemeisterten Abenteuer steigt das Bewusstsein dafür, gemeinsam etwas geschafft zu haben. Das stärkt die Bindung und das Selbstbewusstsein.

Wenn die ausgewählte Tour für das Team zu anspruchsvoll ist, kann das Ganze jedoch einen gegenteiligen Effekt haben – daher langsam rantasten an alpines Gebiet.

Man kann fast überall Stellen finden, an denen man üben kann, auch wenn man dafür nicht direkt in die Berge fahren kann. Kleinere Felsen oder steile Abhänge, die man gerade abwärts zusammen bedacht gehen muss, gibt es fast überall. Schon kleine Dinge wie Mauern, Baumstämme, Bänke kann man nutzen, um den Hund bewusst an die eine oder andere Stelle springen und dann warten zu lassen. Schwierige Untergründe wie Gitter, oder sogar Gittertreppen, Uferböschungen eignen sich auch. Einfach mit offenen Augen durch die Welt gehen und ein bisschen kreativ sein.

Durch die kleinen Übungen geht man mit dem Hund in die Kommunikation, lernt ihn besser kennen und kann ihn besser lesen und weiß, wie er in welchen Situationen reagiert. So kann man nach und nach passender einwirken und bekommt so mehr Sicherheit im Miteinander.

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